Industrie 4.0 - Ausbildungen für Berufe, die es in einigen Jahren nicht mehr geben wird

28. Juli 2021 — Michael Ilic

Im Beginn des Zeitalters von Industrie 4.0 bilden wir immer noch Arbeitskräfte aus, die es ab 2030 vermutlich nicht mehr geben wird.

Industrie 4.0 - Ausbildungen für Berufe, die es in einigen Jahren nicht mehr geben wird

Ein Schlagwort der jüngsten Zeit ist Industrie 4.0. Gemeint ist damit ein digitalisierter Fertigungsprozess bei dem versucht wird möglichst viel zu automatisieren und regulieren. Das beinhaltet auch Menschen, die in den Industrieanlagen arbeiten. Aktuell findet ein stetiger Lernprozess statt, wie wir mehr Maschinen in Fertigungsprozessen einsetzen können, die miteinander verbunden sind im sogenannten "Internet of Things". Über Vernetzung und Sensoren tauschen sich Maschinen untereinander aus, wodurch sie in einer Studie der Cardiff Universität auch als "Chatty" Fabriken bezeichnet werden - also sehr redefreudige Fabriken.

Das hat wie beim Beispiel Airbus für die Firma den Vorteil, dass ständig Daten über die Fertigung verfügbar sind. Diese werden ausgewertet und dann als Feedback wieder in den Produktionsprozess eingespeist. In manchen Fällen geht das sogar automatisch über Machine Learning, also künstliche Intelligenz. Das hat zur Folge, dass in einem System das versucht maximale Verkäufe und Gewinne zu erzielen, die menschliche Komponente weniger wichtig wird.

Eine klassische Ausbildung hat bisher immer dazu geführt einen relativ sicheren Job zu bekommen, was aber in den Jahren nach 2030 nicht mehr so sicher erscheint. Während im Moment noch viel in Personal investiert wird, das Industrieanlagen mit künstlicher Intelligenz trainiert kann das in Zukunft anders aussehen. Viele unserer aktuellen Ausbildungsjobs ist selbst davon weit entfernt und hat wenig Bezug zur digitalen Welt, was auch in einem Bericht der KFW Research deutlich gemacht wird. Das alles bedeutet, dass man über eine Modernisierung unseres Ausbildungs- und Bildungssystems nachdenken sollte, um zukünftige Generationen auf diese Änderungen vorzubereiten, die wir jetzt bereits deutlich sehen. In unserer Schulbildung kommt erst ab dem nächsten Schuljahr Informatik als Fach in naturwissenschaftlichen Zweigen in einer Basisversion hinzu, weil es bisher versäumt wurde Lehrpläne und Ausbildungspläne zu erneuern. Leider wird sich erst in Zukunft zeigen, ob dieser zögerliche Schritt Grundlagen der digitalen Welt für neue Generationen einzuführen ausreicht oder ob es nicht besser wäre direkt einen mehr wirtschaftsbezogenen und praxisorientierten Weg zu wählen und Lehrpläne von Grund auf zu erneuern.

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